Das Geschäft mit der Musik. Ein Insiderbericht.
Das Geschäft mit der Musik

08.08.2014  A-Bezau, BeatZ Festival

 

23.09.2014  Kiel, Pumpe

24.09.2014  Bielefeld, Bunker Ulmenwall

25.09.2014  L-Esch-zur-Alzette, Kulturfabrik

28.09.2014  Nürnberg, Künstlerhaus

30.09.2014  Wiesbaden, Schlachthof

 

01.10.2014  CH-Düdingen, Bad Bonn

02.10.2014  Esslingen, Komma

08.10.2014  Dresden, Scheune

09.10.2014  Cottbus, Club Bebel

...ist der Titel des neuen Buches von Berthold Seliger, das im August 2013 erschienen ist.

Jeder hört Musik, doch kaum einer weiß wirklich, wie sie zum »Produkt« gemacht wird.
Dieses Buch ist eine instruktive Einführung in fast alle Facetten des Geschäfts mit der Musik.
Es wird erklärt, wie das Tourneegeschäft, die Plattenfirmen, das Copyright, Sponsoring oder die Gema funktionieren, und der Autor diskutiert die aktuellen Geschäftsmodelle und befasst sich mit der Rolle der Künstler und Kulturarbeiter, aber auch mit ihrer miserablen sozialen Situation.
Doch dieses Buch ist auch eine Streitschrift für eine andere Kultur. Fast alle Bereiche des Musikgeschäfts werden heute von Großkonzernen dominiert – die Vielfalt der Kultur ist längst in Gefahr. Gleichzeitig erleben wir den Quotenterror – es zählt nur noch, was sich »verkauft«.
Die Verhältnisse werden von Monopolen und der Politik, die den »Staatspop« fördert, bestimmt.
Dem setzt Seliger ein Plädoyer für eine selbstbestimmte Kunst entgegen, die nach anderen
Kriterien als denen des "Marktes" bewertet werden sollte.

„Ein grandioses Lehrbuch" (Spex) „zeigt umfassend, wie auf Kosten der Kreativen Geschäfte gemacht werden" (Die Zeit). „Alles, was Sie über den Ausverkauf der Kultur ahnten, kundig zusammengefasst" (Musikexpress, 4 Sterne), „schlau und stilsicher geschrieben" (MDR Figaro), „ein spannendes Buch" (Deutsche Welle), „eine Aufklärungs-Streitschrift" (Freitag), „ein bemerkenswertes" (LVZ), „ein faktenreiches und wichtiges Buch" (fm4/ORF), „ein anregendes und wütendes Manifest gegen die Musikindustrie" (FAZ), „ein kluger, anklagender, scharf analysierender Insiderblick auf die Musikindustrie für Musiker, Musikverrückte und alle, die im Business Fuß fassen und es anders machen wollen als die Big Player“ (RBB Radio Fritz, 5 Sterne), „ein gut informiertes, intelligentes und äußerst lesenswertes Buch“ (Deutschlandradio), „hier argumentiert ein Intellektueller nicht nur mit Bourdieu, Deleuze oder Adorno, sondern vor allem mit Herzblut“ (Der Standard), „gut gemeint, aber stümperhaft geschrieben, derbster Flop 2013“ (taz), „eine intelligente und äußerst lesenswerte Streitschrift für eine andere Kulturpolitik" (DRadio Kultur), „bietet einen tiefen Einblick in einen Kulturausverkauf, den der Musikfan seit vielen Jahren mißtrauisch beäugt“ (Bayerischer Rundfunk). „Es gibt kaum ein anderes Buch, das die Mechanismen, die das Pop-Business bestimmen, ebenso präzise darlegt. Eine süffige Pflichtlektüre für alle, die wissen wollen, warum globale Musikkonzerne nichts zu jammern haben, Musiker und Publikum aber umso mehr.“ (Neue Zürcher Zeitung)

„Das Geschäft mit der Musik“ wurde von den LeserInnen des „Rolling Stone“ auf Platz 7 der „Bücher des Jahres 2013“ gewählt (vor Greil Marcus und Paul Auster).

 

Kapitel:
1 Intro. Melancholie und Dissidenz
2 Live-Industrie. Veranstalter, Agenten, Tickets und Big Data
3 Tonträgerindustrie. Plattenfirmen, Indies, Streaming und neue Geschäftsmodelle
4 Copy? Right! Urheber, Verwerter und Nutzer im chinesischen Jahrhundert
5 Gema. Afma, Stagma, Inka und Hadopi
6 Sponsoring. Bands und Brands
7 Die soziale Situation. Fame, Fun, Cash im Prekariat
8 Musikjournalismus. Kooperationen, Preislisten und ein Hengst im Karpfenteich
9 Politik. Zeitkultur, Staatspop und die Rolle der Musiker

 

***

Berthold Seliger
Das Geschäft mit der Musik. Ein Insiderbericht.

Edition Tiamat, Critica Diabolis (1. Auflage 8/2013, vergriffen; 2.Auflage 11/2013, vergriffen; 3.Auflage 12/2013, vergriffen; 4.Auflage 1/2014, vergriffen; 5.Auflage 3/2014)
Broschur, 356 Seiten. 18,00 Euro (eBook € 14,99), ISBN: 978-3-89320-180-8

In allen guten Buchhandlungen sowie als eBook erhältlich.

***

Die Presse sagt:

»Alles, was Sie über den Ausverkauf der Kultur ahnten, kundig zusammengefasst. (...) Man tut dem Konzertveranstalter Berthold Seliger sicher nicht Unrecht, wenn man ihn als einen von der alten Schule bezeichnet. Gleich in der Einleitung zu seinem Buch kommt er mit den Kulturindustrie-Thesen Adornos, zum Abschluss fordert er mit Brecht, dass Kultur dazu beitragen sollte, dass der Mensch dem Menschen ein Helfer sei. Dazwischen formuliert Seliger mit großer Verve, ausdauernder Empörungskraft und reichlich Beispielmunition, wie die Musik zum bloßen Unterhaltungsgeschäft wird. (...) In dieser Ballung machen Seligers Vorwürfe doch ziemlich wütend - oder melancholisch. Doch Seliger trauert nicht, sieht in der Digitalisierung hoffnungsvolle Ansätze zu einem entschleunigten Umgang mit Musik. Und er ruft zum Widerstand auf - Stellen, an denen man etwas ändern könnte, zeigt er etliche.»
Musikexpress, 4 Sterne

»Monopolisten kassieren Phantasiepreise, und bei den Musikern bleibt nur ein Zehntel des Ticketpreises hängen: Berthold Seliger feuert mit einem wütenden Manifest gegen die Musikindustrie (...) Es spricht für das Buch, daß es sich nicht erneut an Pop-Theorie abarbeitet, sondern nüchtern die Praxis betrachtet. Zwischen den Rundumschlägen, mit denen der Marktkenner Seliger unsere postneoliberale Gouvernementalitätsgesellschaft im Allgemeinen und die von gierigen Großkonzernen dominierte Musikbranche im Besonderen attackiert, geht er immer wieder ins Detail. Bis auf den Cent rechnet er vor, wie sich die Gewinne beim Geschäft mit der Popmusik verteilen. Und es gelingt ihm, zu erklären, wie sich gerade in jenem Bereich, der einmal vom Nimbus der Gegenkultur umgeben war, eine 'profitorientierte Monokultur' herausbilden konnte, unter der Künstler, Musikfans, kleine Label und engagierte Konzertveranstalter gleichermaßen leiden. (...) Der in den neunziger Jahren hemmungslos gewordene und heute totale Sponsoring-Wahnsinn wurde oft beklagt, aber erst, wenn man ihn so gnadenlos und empört aufschreibt, wie es Seliger tut, nämlich über viele Seiten hinweg und dabei Tour um Tour, Band um Band, Festival um Festival abklappernd, wird die unerträgliche Dimension ersichtlich (...) Durchdacht klingen die Vorschläge für ein neues Urheberrecht mit kürzeren Schutzfristen und automatischem Rückfall der Rechte an die Urheber (...) Ein anregender 'Insiderbericht'.«
Oliver Jungen, FAZ

»Seliger hat ein Buch geschrieben, in dem er das ganze Musikgeschäft durchleuchtet. Ich bin mir sicher, daß das Buch für Furore sorgen wird, Seliger nimmt nämlich kein Blatt vor den Mund beim Beschreiben des Haifischbeckens, er dient sich niemandem an und schreibt schlau und stilsicher über eine Industrie, in der das, was sie einmal möglich gemacht hat - Revolte und Dissidenz - nicht mehr vorgesehen ist. Er hat Zahlen und Hintergründe parat und das Wissen, den großen Bogen von Adorno/Horkheimer über Luhmann und Kittler zu Keith Richards zu ziehen. Hier schreibt einer aus dem eye of the hurrican, ein Macher. Ein wirklich wichtiges Buch.«
Stefan Maelck, MDR Figaro

»Die Aufklärungs-Streitschrift sollte man besser gelesen haben, bevor man sich in die nächste Diskussion um GEMA, Spotify, Majorlabels, 'Indie', steigende Ticketpreise, Popförderung oder auch nur Musikjournalismus stürzt. Seliger ist ein erfolgreicher Konzertveranstalter aus Berlin, sein Ruf im Lande ist diesbezüglich untadelig, aus künstlerischer und geschäftlicher Sicht. Bekannt in der Branche ist er aber vor allem auch als kampflustiger Autor, der sich noch nie um eine Auseinandersetzung gedrückt hat und dessen unverblümte Kritik an den Verhältnissen immer wieder heraussticht. (...) Was Seligers Analyse ausmacht, ist die Fülle an Hintergrundwissen. Toll. Denn man will darüber diskutieren. Schon das ist mehr, als heutzutage noch üblich ist.«
Jörg Augsburg, Freitag

»Der Brancheninsider Berthold Seliger hat den aktuellen Zustand der Musikindustrie, ihre Strategien und Geschäftsmodelle ebenso wie die soziale Situation der Musiker und Kulturarbeiter sowie den Einfluss und die Rolle der Politik kritisch unter die Lupe genommen. Der in Berlin lebende Seliger spricht dabei Klartext, sein profundes Wissen über das Musikbusiness stammt aus erster Hand. (...) Das Buch ist mehr als nur eine Polemik gegen das neoliberale Prinzip der maximalen Profitgenerierung. Vielmehr erklärt Seliger die Grundprinzipien der Branche, also etwa was genau die Aufgaben von Veranstaltern, Bookern, Agenten oder Promotern sind, wie die Gagen der Künstler zustande kommen, wer, wie und warum von Fördergeldern profitiert. In allen Segmenten haben massive Konzentrationsprozesse stattgefunden. Einige wenige globale Player beherrschen den Markt, treiben Preise in die Höhe, schaffen Monopole, statt Vielfalt zu garantieren. (...) hier argumentiert ein Intellektueller nicht nur mit Bourdieu, Deleuze oder Adorno, sondern vor allem mit Herzblut
Der Standrad (Wien)              

»Berthold Seliger kennt sich aus im Business und blickt tief in die Verlockungen, Verwerfungen und Abgründe der Branche. Der Autor schreibt Klartext über eine Branche am Scheideweg. Wer erfahren möchte, wer im Musikgeschäft die Fäden zieht und am Ende die Gewinne einkassiert, sollte diesen feinen Band der 'Critica Diabolis' gründlich studieren.«
Melodie & Rhythmus

»Das neue Buch des Tourveranstalters Berthold Seliger zeigt umfassend, wie auf Kosten der Kreativen Geschäfte gemacht werden. (...) In Das Geschäft mit der Musik. Ein Insiderbericht beschreibt er eine Branche, in der sich multinationale Konzerne bereichern und nicht nach künstlerischen, sondern rein kommerziellen Gesichtspunkten entscheiden, während sich die Künstler ausbeuten lassen. (...) Ausgiebig analysiert Seliger, während er Slavoj Zizek, Walter Benjamin, Niklas Luhmann, Friedrich Kittler, Adorno und Horkheimer, aber auch Harry Belafonte und Keith Richards zitiert, eine Musikindustrie, in der nur noch wenige Global Player den Markt kontrollieren und das Publikum mit 'kulturellem Einheitsbrei' füttern. Der Neoliberalismus, so seine These, hat die Musikindustrie übernommen und gefährdet die kulturelle Vielfalt. Seine Diagnose: 'Die Musikbranche spielt Monopoly'. Die Konzentrationsprozesse im Live-Geschäft, in dem er selbst tätig ist, hätten dazu geführt, dass zwei oder drei Konzerne das Geschäft unter sich aufteilen. (...) Er beschreibt bis ins Detail, mit welchen Methoden Künstler übers Ohr gehauen werden, wie der Quasi-Monopolist CTS Eventim hierzulande dem Publikum überzogene Ticketpreise abverlangt und die Kulturindustrie die Urheber entrechtet, um möglichst große Profite aus deren Kreativität zu schlagen. (...)
Seliger ist Romantiker, aber er ist auch Realist. Er schlägt vor, wie man das Urheberrecht zeitgemäß reformieren könnte, entwickelt Ideen, wie Musiker auch künftig noch von ihrer Kunst leben könnten, und versteht das Internet als Chance für zukünftige Geschäftsmodelle, in denen der 'Künstler ohne Plattenfirmen auskommt – oder doch zumindest ohne deren Knebelverträge'.
Die Künstler seien es auch, die den Schlüssel zu einer nachhaltigen Veränderung in der Hand hielten. Sie sind es, schreibt Seliger, die mit Hilfe neuer Vermarktungsmöglichkeiten ihre Macht endlich im Eigeninteresse nutzen sollten, anstatt sie den Konzernen zu überlassen.
«
Thomas Winkler, "Die Zeit"

»Berthold Seliger ist Konzertveranstalter mit Haltung, sein monatlicher Newsletter gleicht bisweilen einem Brandbrief - und gehört zu den wenigen in "der Branche", die tatsächlich gelesen werden. In Das Geschäft mit der Musik verdichtet er nun seine aus 25jähriger Erfahrung gewonnenen Positionen. Der Aufbau analysiert zunächst die Ist-Situation der Musikwirtschaft. Einzelne Kapitel widmen sich den Themen Live- und Tonträger-Industrie, der Rechteverwertung oder dem Sponsoring. Danach gelingt Seliger der Schwenk zur sozialen Lage. Er schildert die Situation des Pop-Prekariats, bevor er sich abschließend dem Musikjournalismus und der Politik widmet. (...)
Genau das spezielle Insiderwissen erhebt diesen Band in den Stand eines grandiosen Lehrbuchs. Er plädiert immer wieder für eine von Marken und Staat unabhängige Kultur.
»
Spex

»Gegen Verblödung und Kapitalismus.«
Kreuzer Leipzig

»Berthold Seliger teilt aus. Nicht nur in Richtung der Plattenbosse, Musikverlage oder internationalen Mega-Konzert-Veranstalter - auch in Richtung der Künstler, die sich auf diese Art prostituieren. Gleichzeitig plädiert er dafür, Musik wieder nach anderen Kriterien zu bewerten, als denen des Marktes. Dabei liefert Seliger viele Zahlen und Hintergründe und spannt einen weiten Bogen vom Copyright des 19. Jahrhunderts bis heute. Es geht auch um illegale Downloads, die Gema, das Tourneegeschäft und Festivalstrukturen.‚Das Geschäft mit der Musik’ ist ein kluger, anklagender, scharf analysierender Insiderblick auf die Musikindustrie für Musiker, Musikverrückte und alle, die im Business Fuß fassen und es anders machen wollen als die Big Player.«
RBB, Radio Fritz, 5 Sterne (Höchstwertung)

»In diesem Buch geht Seliger auf 352 Seiten auf nahezu alle Aspekte des Musikgeschäfts ein und erklärt nebenbei, wie das Tourneegeschäft, die Plattenfirmen, das Copyright oder die Gema so funktionieren (...) und daß sich die Künstler als wichtigstes und zugleich schwächstes Glied der Wertschöpfungskette ausbeuten lassen müssen. (...) Seliger hat seinen Adorno, Benjamin, Bourdieu, Zizek u8nd Diederichsen gelesen und plädiert für eine selbstbestimmte Kunst. Er erklärt, wie es anders gehen könnte, wenn nicht alle Bereiche des Musikgeschäfts von Großkonzernen dominiert würden. Ein faktenreiches und wichtiges Buch.«
Christiane Rösinger, fm4/ORF

»Ein bemerkenswertes Buch. 'Das Geschäft mit der Musik' ist eine furiose Abrechnung mit einer Unmenge an Fakten, Namen und Zahlen. (...) Sein Heimspiel ist dabei natürlich das Konzertgeschäft. Wer wissen will, warum die Ticketpreise für die Großen der Branche seit Jahrzehnten ins Unermeßliche steigen, kann hier genau nachlesen, wie das Oligopol von Welttournee-Veranstaltern, Ticketverkäufern und den Eigentümern der Groß-Arenen funktioniert. Vom 'freien Markt' keine Rede, willkommen in der 'Kultur der Konzerne'.«
Leipziger Volkszeitung

back to top