Depedro
Depedro
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Nubes de Papel
Rykodisc (Warner) (2010)

Jairo Zavala, Sohn von Hippie-Eltern, ist ein spanischer Sänger und Gitarrist, der auf eine veritable Karriere zurückblicken kann: Er hat die Rockbands Vacazu und 3000 Hombres gegründet, hat jahrelang und bis zu ihrer Auflösung in der von BBC als „beste europäische Weltmusik-Band“ ausgezeichneten Band „Amparanoia“ gespielt und ist ein gefragter Sessionmusiker. Seit einigen Jahren ist Jairo Zavala Gitarrist von Calexico, in deren Studio in Arizona und „with a little help of his friends“ er auch das zweite Album seines gefeierten Bandprojekts DEPEDRO eingespielt hat: „Nubes de Papel“.

DEPEDRO ist von lateinamerikanischer und mexikanischer Musik beeinflusst, der Mix enthält Reggae, Blues und Salsa, changiert irgendwo zwischen Weltmusik und „Indie“, und vor allem ist Jairo Zavala ein famoser Songwriter. „Den würdevoll dahinkriechenden Songs hört man das Flimmern der Hitze und den staubigen Wind an“, schreibt die Presse.

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Auf seinem neuen Album experimentiert er weiter und entwickelt seinen ureigenen zeitlosen  Mix aus südamerikanischer und europäischer Musik sowie Americana zur Perfektion. Im Zentrum steht Jairo Zavala’s einzigartige, intensive Stimme. Er singt auf Spanisch und Englisch. Doch Jairo Zavala ist alles andere als ein Singer/Songwriter: als erfahrener Bandmusiker legt er großen Wert auf Arrangements und auf die musikalische Ausgestaltung seiner Songs. Da gibt es einen „Alternative Rock“-Song ebenso wie einen grandiosen Walzer, ein instrumentales Zwischenspiel ebenso wie an Calexicos amerikanische Wüsten gemahnende Soundtrack-Titel – und natürlich spanisch gesungene Balladen. „Kaum betritt Depedro eine Bühne, schon verwandelt sich jeder Saal schlagartig in eine Bar Latina.“ („triggerfish“) Musikalische Thermodynamik, sozusagen – unnahbare Kühle ebenso wie flirrende Hitze. Die Vermischung dubbiger Hall-Effekte, zurückhaltender Elektronik und cool-jazziger Vibes mit Country-Rhythmen und feurigen Latin-Melodien: DEPEDRO zaubern eine ganz eigene, fast surreale Welt herbei.

Depedro

 

Eric Pfeil schrieb in der „FAZ“ über ein Konzert Depedros in Köln, das „die Grenzen verschob“: "Depedro sucht das transatlantische Zwiegespräch und verwischt die Grenzen zwischen amerikanischer und europäischer Popmusik. (...) Depedro machen Grenzverwischungsmusik, die sich des amerikanischen Grenzlandsounds bedient. Es ist, als wollte er sagen: Du mußt erst zur Grenze gehen, um sie zu überwinden. (...) Das Vibraphon wummert, das Akkordeon schluchzt, Twang-Gitarre, Standbass und Besen-Schlagzeug galoppieren durch den Staub. Das lodernde "Two Parts in One" beginnt als italienischer Revolutionswestern mit zweifachem Mariachi-Gebläse und zuckelt dann lässig vor sich hin. (...) Jairo Zavala ist ein einnehmender Typ: Mit durchdringendem Blick und charmantem Grinsen gibt er den Tex-Mex-Barden, mit gleichzeitiger Vorliebe für Rockabilly und umliegende Genres. Seine vorzügliche Band bearbeitet dazu einen reichhaltigen Instrumentenpark. Beim geheimen Hit "La Memoria" tanzt dann der halbe Saal."  

"Wir hören von Geschichten, Mythen und Schicksalen zwielichter Typen, wir tanzen Walzer mit den Gestrauchelten dieser Welt und manchmal wissen wir nicht, ob wir uns nicht verirrt haben in einen Spaghetti-Western von Sergio Leone, zu dem Ennio Morricone die Musik beigesteuert hat." (Stefan Maelck, MDR-Figaro, "CD der Woche")

„Was dieses Album allerdings wirklich bestechend werden läßt, sind einerseits die brüchige Stimme des Hauptdarstellers, andrerseits Zavalas Songs. (...) Eine fabelhafte Scheibe für den Sommer. Eine Platte, mit viel Herzblut gemacht und gesungen, immer lässig, nie beliebig. Gebeuteltes Herz, jenseits und diesseits von Arizona, was willst du mehr?“ (Kleine Zeitung)

„Manchmal scheint es, als sei der Geist von Manu Chao anwesend. (…) Immer wieder trägt Zavala europäische Einflüsse in die amerikanische Grenzstadt, baut wie in „Te Sigo Sonando“ frankophile Einflüsse ein, oder traut sich auch eine flotte, von Jazz durchzogene Pop-Nummer wie „Comanche“ zu.“ (S. Niechziol)

„Depedro hat mit seiner heiseren, intensiven Stimme einen eigenen Stil gefunden. Eine Mischung aus spanischer und mexikanischer Folklore, Weltmusik, Rumba, Son, afrikanischen Klängen, Reggae, Blues und Salsa.“ (Radio Bremen)

„Ein Album, auf dem man immer mehr Fein- und Schönheiten entdeckt, ein Album voller Einfallsreichtum und Virtuosität.“ (Berliner Fenster)

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