04.09.2017

Audienz beim Universal-Manager

Nur wenige Wochen zuvor hat ein Andreas Hartmann von der taz eine Audienz bei Clemens Trautmann gehabt. Der war in verschiedenen Funktionen beim Axel Springer-Konzern tätig (zuletzt als Büroleiter des Vorstandsvorsitzenden Mathias Döpfner), bevor er vor anderthalb Jahren Chef der „Deutschen Grammophon“ wurde, also des Renommierlabels der Klassik schlechthin.
Und worin besteht der Artikel des Herrn Hartmann über seinen Besuch bei Herrn Trautmann? Aus einer eine ganze Seite langen unkritischen Lobhudele auf den Musikmanager. Ein geschliffener Promotext aus den Eingeweiden der Musikindustrie ist das geworden. Da wird keine einzige kritische Frage gestellt, alles ist Beweihräucherung. Muß man so auch erst mal hinbekommen.

04.09.2017

taz-Mann mimt bei Axel Springer den Cheerleader der Demokratie

A propos Axel Springer-Konzern: Dort wird ja bekanntlich auch der „Rolling Stone“ herausgegeben. Und vor einer Bundestagswahl ist es jeder Publikation des Springer-Konzerns wichtig, Politik zu machen, und zwar, natürlich: konservative Politik. Der „Rolling Stone“ hat als nützlichen Idioten zu diesem Behufe den Chefreporter der „taz“ engagiert – wer könnte sich besser eignen?
Peter Unfried, so heißt der „taz“-Mann, war am Kotti koreanisch essen. Und unter seinesgleichen ist die „Frage des Jahres“ – na, was wohl? Genau: „Wen soll man bei der Bundestagswahl wählen?“
Unfried macht den Franz Josef Wagner und erzählt: „Alle waren wir utopisch drauf, als wir jung waren und dachten, daß es jetzt losginge. Womit auch immer. Tja, und dann ging es los.“ Was auch immer. „Klimawandel, Globalisierung, Digitalisierung, Völkerwanderung, Orangenhaut, Prostata – Mist aber auch.“ So plappert ein Chefreporter der „taz“ heutzutage daher, und welchen Schluß zieht er aus alledem? Den, für den er wahrscheinlich nicht einmal ein Cheerleader-Boy-Honorar der Bundeszentrale für politische Bildung erhält: „Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bevor die Menschen einsehen, daß Parteien keine Identitätsprojektionen für eine kindliche Traumwelt sind, sondern ein essenzieller Bestandteil einer pluralistischen Demokratie. Wer sie stärken und verteidigen will, der kann jede demokratische Partei wählen.“
Ach, was ist „taz“ens Unfried in Springers „Rolling Stone“ doch realpolitisch drauf, seit er alt geworden ist und denkt, daß nichts mehr losgeht. Bei ihm jedenfalls nicht.

04.09.2017

Ist das Gedenken an die Shoah neuerdings eine Ja-Nein-Frage zum Ankreuzen?

Die „Bundeszentrale für politische Bildung“ gibt ja auch den sogenannten Wahl-O-Mat heraus, ein „Informationsangebot über Wahlen und Politik“; man kann einen Schwung Fragen beantworten, und dann erfährt man, welche Parteien einem angeblich am nächsten stehen.
Frage 17 von 38 lautet so:

Unglaublich. Ist die Shoah und das Gedenken daran jetzt plötzlich eine Ja-Nein-Frage, die man ankreuzen kann oder auch nicht, je nach gusto? Seit wann steht das zur Disposition?!?

04.09.2017

Arabische Zahlen werden abgeschafft und durch deutsche Zahlen ersetzt!

„Da warten Sie ab, Herr Faust, bis ich Oberbürgermeister bin. Da werde ich das ändern, da werden noch mal normale Zahlen drankommen!
Der NPD-Oberbürgermeisterkandidat Otfried Best auf die Frage eines Vertreters von »Die Partei«, wie es sein könne, dass in der Stadt Völklingen Hausnummern mit arabischen Zahlen vergeben würden...

04.09.2017

Weihnachten & Jahresbestenlisten

Vier Monate vor Weihnachten gibt es in den Läden bereits die passenden Süßigkeiten, die Lebkuchen-Saison beginnt, und die einschlägigen Medien beginnen mit ihren entsprechenden Besinnungsaufsätzen.
Ich bin allerdings überrascht, in den gängigen Musik-Monatsmagazinen noch nicht die Jahresbestenlisten 2017 zu finden... Sollten die Musikmagazine tatsächlich noch bis Oktober warten, bis sie ihre Jahrescharts zusammenstellen?

01.08.2017

Götter

Klasse Satz 2:
„Nach meiner Erfahrung ist es eine amüsante Strategie, wenn ich auf die Frage, ob ich Atheist sei, darauf hinweise, dass der Fragesteller ebenfalls Atheist ist, nämlich in Bezug auf Zeus, Apollo, Amon, Ra, Mithras, Ball, Thor, Wotan, das Goldene Kalb oder das fliegende Spaghetthimonster.
Ich bin einfach schon einen Gott weiter."
(Richard Dawkins, Der Gotteswahn; Dank an Reinhard J. für den Hinweis!)

01.08.2017

Unsere Sicherheit wird in der Sahara verteidigt...

Nur mal eine kurze Frage:
Was macht eigentlich ein deutscher Bundeswehrhubschrauber in Mali? Wird „unsere“ Sicherheit jetzt nicht nur am Hindukusch, sondern auch in der Sahara verteidigt?
Oder geht es in den Auseinandersetzungen, die das französische Militär in Mali führt, nicht eher um das für die französischen Atomkraftwerke so dringend benötigte Uran? Und ist es Aufgabe der Bundeswehr, Frankreich dabei zu unterstützen? Ich würde eher sagen: das ist ein eindeutiger Verfassungsbruch.

07.07.2017

G20: Die Oberen... (Brecht)

G20 in Hamburg:

„Die Oberen
Haben sich in einem Zimmer versammelt.
Mann auf der Straße
Laß alle Hoffnung fahren.“
(Bertolt Brecht)

07.07.2017

Politik der Elche

Und die Grünen?
So: Verbotszonen dürfe es in der Stadt nicht geben, der Protest gegen G20 müsse in Hamburg in Hör- und Sichtweite des Tagungsortes möglich sein, meinte der Hamburger Justizsenator laut „SPON“ ein paar Wochen vor dem G20-Gipfel.
„Wir sind uns im Senat einig: Es wird keine Demoverbotszone geben,“ so der Grünen-Politiker.

Und so: Paar Wochen später hat der rot-grüne Senat in Hamburg eine 38 Quadratkilometer (!) große Sperrzone um den Tagungsort eingerichtet...

01.07.2017

Spex und Jay-Z: Vom wackeren Löwen zum Bettvorleger der Konsumindustrie

„Wir haben keinen Schimmer“ vom neuen Jay-Z-Album, schreibt ein Dennis Pohl angeblich (laut „Perlentaucher“) in der „Spex“ unter dem Titel „Keine Review“ und bemängelt, daß der Star-Rapper dieses Album exklusiv beim Streamingdienst Tidal veröffentlicht hat, an dem er beteiligt ist (siehe meinen Artikel „Es kann nur einen geben“ über Tidal hier) und zu dem „Spex“ keinen Zugang hat.
„Dass Jay-Z seine Musik und am Ende auch seinen Streamingdienst bestmöglich vermarkten möchte, mag aus unternehmerischer Sicht nur logisch sein. Doch indem er sie hinter einem Abo-Riegel versteckt, schadet er letztendlich der Branche - und damit sich selbst. Die meisten Hörer haben sich längst für einen Dienst entschieden und werden sich kaum ein zweites Abonnement zulegen. Jay-Z dürfte das trotzdem nicht besonders jucken. Ihm geht es nicht um seine Branche und auch nicht um die Musik - sondern um die eigene Tasche."
So brüllt der Spex-Löwe laut „Perlentaucher“.

Zu lesen ist das allerdings für mich und viele andere nicht, denn „Spex“ verbirgt seine Inhalte im Netz hinter einem Anti-Adblocker-Riegel, der auch für Abonnent*innen der Zeitschrift nicht zu umgehen ist. „Adblocker haben zur Folge, daß gebuchte Werbebanner nicht angezeigt werden und wir so keine Werbeeinnahmen generieren können“, barmt der Text auf der Homepage von „Spex“.
Um es mit Dennis Pohl zu sagen: Die meisten User haben sich für einen Adblocker entschieden. Spex dürfte das nicht besonders jucken. Der Zeitschrift geht es allem Anschein nach nicht um Inhalte und deren Verbreitung – sondern um die eigene Tasche.
Und so wird aus dem wackeren Spex-Löwen letztlich doch nur ein braver Bettvorleger der Konsumindustrie...

(Ergänzung 7.7.2017:)
A propos nervige Banner und noch nervigere Video-Werbung: „Ich weiß, da ist ein Video hier oben auf der Seite. Tut mir leid. Es ist wahrscheinlich auf Autoplay eingestellt und wird loskrähen, ob Sie es wollen oder nicht (ich nehme an, Sie wollen nicht)."
So witzig und mutig beginnt Zach Schonfeld laut „Perlentaucher“ in „Newsweek“ seinen Artikel über den neuesten, auch in Deutschland schon praktizierten Werbehype: „Mein Arbeitgeber sagt, dass das Video da sein muss, weil Video-Werbung entscheidend für das Geschäftsmodell dieser Firma sei, so wie sie auch für alle anderen digitalen Medienhäuser entscheidend ist. Banner-Anzeigen laufen nicht mehr und die von rasenden Managern präsentierte Lösung ist Video. Noch mehr Video. Sehr viel Video."

30.06.2017

Ehe für alle - müssen wir jetzt alle heiraten?

Ehe für alle?
Sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Und daß man darüber heutzutage, im Jahr 2017, überhaupt reden muß, zeigt nur, daß Teile der deutschen Politik mindestens 20 Jahre hinter der Realität her hinken.

Aber müssen wir jetzt alle heiraten?
Wäre die Politik auf der Höhe der Zeit, nämlich ungefähr auf der Höhe der Lebensrealität der Menschen unserer Tage, dann wäre ein anderes Thema drängend, nämlich die rechtliche und wirtschaftliche Gleichstellung nichtverheirateter Lebensgemeinschaften.
Die Zahl dieser Lebensgemeinschaften stieg in den letzten 10 Jahren um 18% (und die der Alleinerziehenden übrigens um 8%; und im Jahr 2014 gab es außerdem erstmals in der Geschichte der BRD mehr Alleinstehende als Ehepaare!), während es 2014 rund 1,6 Millionen Ehepaare weniger gab als vor zehn Jahren, was einem Rückgang von 8% entspricht.
Konkret: immer mehr Paare verzichten darauf, sich von Staat und/oder Kirche ihre Lebensgemeinschaft absegnen zu lassen. Aber bis die Gesetzgebung dies zur Kenntnis genommen und in vernünftige Gesetze umgesetzt hat, die eine Gleichstellung nichtehelicher Lebensgemeinschaften mit den vom Staat alimentierten Ehen umsetzen, dürfte es wieder 20 Jahre dauern... (alle Zahlen lt. Datenreport 2016, Kapitel 2: Familie, Lebensformen und Kinder von Destatis)

(Und wir wollen nicht übersehen, daß das politische und vor allem mediale Geschiß, das um die „Ehe für alle“ gerade aufgeführt wird, wesentlich darin begründet ist, daß mit diesem „soften“ Mittelschichtsthema von vielen wesentlichen Problemen abgelenkt wird... das altbekannte Spiel halt.)

29.06.2017

Und erneut: Zerschlagung der Volksbühne. Zukunft des Ensembletheaters. Und Klein-Pupsendorf.

Es mag für Menschen außerhalb Berlins so wirken, als ob wir nichts Anderes zu tun hätten, als über die Zerschlagung von Berlins möglicherweise bestem (Schaubühne hin, Maxim Gorki und Deutsches Theater her), auf jeden Fall aber wichtigstem Theater, also der Volksbühne, durch sozialdemokratische Provinzpolitiker zu debattieren.
Aber es geht eben beim Fall der Volksbühne um etliches mehr: Es geht um das, was Theater, was die Künste in unserer Gesellschaft bedeuten sollen (und wollen). Heiner Müller hat zu Beginn von Castorffs Volksbühnen-Intendanz geschrieben: „Theater, denen es nicht mehr gelingt, die Frage ‚Was soll das?’ zu provozieren, werden mit Recht geschlossen.“ Und in diesem Sinn würden einem viele Theater landauf landab einfallen, die mit Recht geschlossen werden könnten, aber die Volksbühne sicher zuletzt. Und ja, ich höre schon den Einwand: Aber sie wird doch gar nicht geschlossen! Dercon und sein Team machen doch weiter... Aber das ist eben falsch, Dercon macht nicht weiter. Die Volksbühne „wurde aus politischen Gründen zerschlagen, aber letztlich auch aus sozialen Gründen, weil wir es nicht akzeptiert haben, daß es arme und reiche Leute gibt“ (Frank Castorff). Und zerschlagen wurde mit der Volksbühne, und das ist doppelt bitter, ja ein Theater, das „seit seinem Entstehen aus dem Arbeitergroschen ein politisches Theater, ein Arbeitertheater, ein Entwurf gegen das bürgerliche Theater“ war (Jürgen Kuttner). „Seit 127 Jahren – mit Ausnahme der Nazizeit – war die Volksbühne ein Theater mit Ensemble und Repertoire, das heißt, sie hatte ein klares inhaltliches und strukturelles Programm, feste Verträge mit Schauspielern, Technikern und so weiter. Die Volksbühne hat sich mit den Positionen der Gegenwart kompetent auseinandergesetzt. Ein Programm, das ein gewisses Pflichtbewusstsein hatte, zudem immer erkundend und revolutionär war und wo auch Mischformen ausprobiert werden konnten. Aber eben ohne die Form des Theaters aufzulösen.“ (Kuttner)

Das, was Dercon, Piekenbrock und Konsorten da jetzt spielen werden, ist ein falsches Spiel, mit drei Millionen Sonderbudget haben sie ein erbärmliches postmodernes Potpourri aus Performance, Popmusik, Youtube-Filmchen und dem Ankauf von Fremdproduktionen zusammengestellt, das an Belanglosigkeit und Pupsigkeit kaum zu unterbieten sein dürfte und selbst im Stadttheater von Kleinpupsendorf durchfallen würde.
Aber das ist genau das, worum es geht: Um die Zukunft des Sprechtheaters hierzulande (Dercon dazu, 2016: „Sprechen kann ich selber.“ Theater spielen allem Anschein nach auch...). Soll es weiterhin ein Ensemble- und Repertoire-Theater in Berlin und in dieser Republik geben? Ein Theater, das mit all seinen Mitteln (und ja, dazu gehören auch Filme, dazu gehört auch Musik usw., das muß man an der Volksbühne, wo Brecht vor zig Jahrzehnten als erster überhaupt am Theater Filme eingesetzt hat, wirklich niemanden erklären) die Konflikte öffentlich austrägt, die in der Gesellschaft vorhanden sind. „Ich glaube, es ist wichtig, wieder zu wissen, daß es einen Unterschied zwischen arm und reich gibt, und daß Arme und Reiche nicht die gleichen Interessen haben“, stellt Frank Castorff in einem großen und sehr lesenswerten „Tip“-Interview mit Peter Laudenbach fest. Kaum vorstellbar, daß Dercon dieses Thema überhaupt registriert hat...
Und signifikant, daß dank Dercon ausgerechnet der „Tagesspiegel“, von Berliner*innen gerne „Tagesspitzel“ genannt und von Jürgen Kuttner als „Spandauer Volksblatt“ bezeichnet, neuer „Medienpartner“ der Volksbühne wird. Also die einzige Berliner Tageszeitung, die massiv hinter der Berufung Dercons an die Volksbühne steht und jedes denkbare publizistische Geleitgeschütz zu Dercons Übernahme der Volksbühne aufgefahren hat...

(Ergänzung, 20.9.2017:
Die Volksbühne betont jetzt, daß der "Tagesspiegel" nicht "Medienpartner" der Volksbühne sei (im Gegensatz zu "Monopol", "taz", "Zitty" oder "RBB").
Bei der Anhörung im Berliner Abgeordnetenhaus am 26. Juni 2017 hat Herr Dercon allerdings noch höchstselbst verkündet: "Wir haben auch Medienpartner gewonnen wie den „Tagesspiegel“, RBB, „Zitty“, „Exberliner“, „Siegessäule“, und wie gesagt, wir haben Ko- produzenten wie ARTE.")

Aber gut, vielleicht sollten wir einfach optimistisch bleiben. „Mal sehen, ob Dercon mit seinen eingekauften Gastspielen länger als zwei Spielzeiten durchhält und wie lange es sich Kultursenator Lederer leisten kann, tatenlos zuzusehen, wie unter Dercon für sehr viel Geld sehr wenig Theater produziert werden wird.“ (Peter Laudenbach) Geben wir dem neuen König Oberpups von Pupsendorf ein Jahr, vielleicht auch zwei. Dann wird sich das erledigt haben. Und dann beginnt eine dringend nötige inhaltlich Diskussion, welches Theater diese Stadt benötigt. Und welche Konflikte dort auf die Bühne kommen, und wie.

29.06.2017

Berliner Party-Polizei

Wer schützt eigentlich die G20-Teilnehmer, vor allem aber die vielen Demonstrant*innen in Hamburg und Berlin vor der aus dem Ruder laufenden Berliner Party-Polizei? Heute und in Zukunft?

23.06.2017

Afghanistan - Terror und Gewalt für die einen, sicheres Herkunftsland für die anderen

Das Auswärtige Amt warnt deutsche Reisende seit langem vor Terror und Gewalt in Afghanistan, nicht erst, seit die Zahl der Attentate in dem Land drastisch steigt. Aktuell warnt die UN vor einer „noch viel schlimmeren und fragileren Periode“ am Hindukusch, wo bekanntlich unsere Freiheit verteidigt wird, und konstatiert 6.252 sogenannte „Sicherheitsvorfälle“, die man allein für den Zeitraum zwischen 1.3. und 31.5.2017 registriert hat. Krieg und Terror plagen Afghanistan, die Sicherheitslage ist schlechter denn je.

Afghanistan ein sicheres Herkunftsland? Für CDU, CSU und SPD schon. Denn die deutsche Bundesregierung plant, kommende Woche wieder Geflüchtete aus Deutschland ins Kriegsgebiet abzuschieben, in ein Land also, vor dessen Gefahren sie die deutschen Bürger*innen massiv warnen läßt. Offensichtlich unterscheiden CDU, CSU und SPD in Menschen mit deutschem Paß und solchen ohne denselben. Für die einen ists Krieg, Terror und Gewalt, den anderen verkaufen sie’s dagegen als sicher.

23.06.2017

Local Trash Music in China und hierzulande

In Yunnan im Südwesten Chinas gibt es in vielen Städten eine Art „Local Trash Music“:
Wenn die Müllwagen durch die Straßen fahren, erklingt eine Melodie, um die Leute daran zu erinnern, ihren Müll aus den Häusern zu tragen und in die Müllwagen zu werfen, die täglich durch die Straßen fahren.
Diese Melodien sind in einigen Städten eingängig und simpel und europäisch, aber in Shuhe bei der alten Königsstadt Lijiang habe ich diese hübsche Bollywood-artige „Local Trash Music“ erleben dürfen:

 

Das Altpapier wird übrigens von privaten Sammler*innen entsorgt, die meistens mit waghalsigen Lasten durch die Städte fahren:

 

Hierzulande kommt keine Musik aus den Müllautos. Stattdessen können wir unsere „Local Trash Music“ im Radio hören, bevorzugt im Dudelfunk mit seinem Formatradio, auf Endlosschleife...

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