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MARKKU PELTOLA
Last Update: 22.02.2005 | |
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Kennen Sie Markku Peltola?
Nicht?! Falls aber doch, dann haben Sie ihn vielleicht an einem Moment seines Lebens getroffen, an dem er sich selbst nicht mehr kannte. Laut Drehbuch jedenfalls. Peltola spielt die Titelrolle des preisdekorierten Aki-Kaurismäki-Films "Der Mann ohne Vergangenheit", einen Mann names M, der, nachdem er nach allen Regeln der üblen Kunst zusammengeschlagen und im Krankenhaus für tot erklärt wird, aufsteht von seinem Bett und geht. Im späteren Verlauf wird M neben seinem Talent zum Schweißer und seiner Liebe zu einer Heilsarmistin auch eine alte Jukebox entdecken und damit die lokale Musikszene beeinflussen. Was für ein Mann. (Rolf Jäger) | |
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Gitarrist Peltola und seine Mitstreiter spielen auf Buster Keatonin Ratsutilalla eine zeit- und ortlose Folklore. Wer vermag zu sagen, ob es sich bei den weit zurückgelehnten, dennoch raffiniert arrangierten Pieces um festgelegte Musikstücke oder Ausschnitte aus Jam-Sessions handelt? Vielleicht wissen das Peltola und die seinen auch nicht so recht. Wahrscheinlich ist es ihnen auch egal. Die Musik bewegt sich ruhig und gemessen zwischen schrägem Humor und anrührender Melancholie. Leicht klingt sie, zurückhaltend und sparsam. Man darf Peltola und Band eine hocheffektive Ökonomie der Mittel bescheinigen. Oft ist die Geige das tragende Melodieinstrument. Mit wenigen Tönen sagt sie alles, was zu sagen ist. All die anderen Instrumente - elektrische und akustische Gitarren, Piano, Bläser & Schlagwerk - begeben sich in lockerer Formation auf ihre Plätze. Nichts und niemand drängt sich hier in den Vordergrund - das würde nicht passen und wäre wahrscheinlich auch zu anstrengend. Alles bleibt selbstverständlich, locker und freundlich. Deswegen sind die leisen Perkussiongrooves und die einfachen Themen und Variationen in dieser Instrumentalmusik auch so zwingend. Wenn Peltola uns Nicht-Skandinaviern weismachen wollte, dass er hier finnische Traditionals spielt, er hätte wahrscheinlich Erfolg damit. Diese überaus charmante Produktion kommt in einem wunderhübschen Artwork. In Finnland bereits auf dem Elektro label erschienen, wird Buster Keatonin Ratsutilalla nun als Lizenz auf Klangbad weltweit erhältlich sein. Derzeit arbeiten Markku Peltola und seine inzwischen zur Band gefestigten Mitmusiker am nächsten Album. "Kein Regisseur hat seine Liebe zur Musik so poetisch ins eigene Werk einfließen lassen wie Aki Kaurismäki. Vielleicht liegt das daran, dass er diese Liebe mit seinen Hauptdarstellern teilt. Der late great Matti Pellonpää sang bei den Peltsix, Kari Vänäänens Sangensschaffen ist auch dokumentiert und Markku Peltola, der Hauptdarsteller aus "Der Mann ohne Vergangenheit", hat nun auch ein Album mit Instrumentals zwischen Folklore, Tango und Ennio Morricone aufgenommen. Dass im Titel Buster Keaton vorkommt, freut uns natürlich besonders." Rolling Stone (3 Sterne) "Streicher und Bläserarrangements prägen die Stücke in denen Tango und Ska Rhythmen durch den vorderen Orient tanzen, trunken ob all der neuen Eindrücke. [...] Immer wieder zwinkert einem eine Finesse oder überraschende Wendung entgegen und gezupfte und gestichene Steppengräser dienen als zart raschelnder Parcous den Reitern falschrum gesattelter Auerochsen - für Mutige, Stuntmen oder tragische Abenteurer also." SPEX.DE, 09/04 "Mir genügt hier darauf hinzuweisen, dass dieser finnische Blues, den die Musiker um den aus dem Kaurismäki-Film "Der Mann ohne Vergangenheit" bekannten Schauspieler-Musiker Peltola mit Instrumenten, die sich Baritonotorvi, Lyömäsoittimet und Vetopasuuna nennen, auf eine gar wunderliche Weise dubbig ist. Keine Delay oder so, haha, ich bitte sie, nur diese innere Ruhe der weitgehend repetitiven Patterns und das gelegentliche Hervorholen eines interessanten Instrumentalsounds im Mix sind's, die mich drauf brachten. Die Platte ist auch ohne diese Beobachtung großartig." Jazzthetik, April/2004 "Manchmal verglühen Peltolas Gitarrentöne wie Zigaretten unter dem Nachthimmel amerikanischer Roadmovies, manchmal schnarren das Schlagzeug und die Bläser in bester Tom-Waits-Manier betrunken durch die Bars der Imagination, und die Geige variiert Luiz Henriques berühmten Trip to Brazil. Die Musiker unterhalten und verstehen sich mittels ihrer Instrumente bestens. Kein Sänger wird benötigt. Peltola und seine Band jedenfalls fahren souverän zwischen Tango und Humppa, den beiden Marksteinen finnischer Musik, hindurch. Näher auf der Tangoseite, sicherlich. Aber dennoch kreieren die Musiker hier ihre eigene, internationale Folklore." Junge Welt weiteres Infos unter: http://www.bseliger.de/texte/markku-peltola.html |