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31.01.2012 - 19:16

Was wird das für ein Monat! Das neue Album von Lambchop wird Ende des Monats erscheinen, und die Band wird auf eine ausgedehnte Europatournee gehen (bitte beachten Sie unser Gewinnspiel!) – sicher einer der kulturellen Höhepunkte des Jahres. Viele wunderbare neue und fast neue Bands sind im Februar auf Tournee, und ein großes Ereignis wirft seine Schatten voraus und macht uns unsagbar stolz, nämlich:

From VU to Lulu: Lou Reed
Lou Reed! Und man hat gleich all diese Songs im Ohr. I'm Waiting For The Man. Femme Fatale. Venus In Furs. All Tomorrow's Parties. I'll Be Your Mirror. Sweet Jane. Walk On The Wild Side. Perfect Day. Satellite Of Love. Pale Blue Eyes. Berlin. Dirty Blvd. Coney Island Baby.
Eine Jahrzehnte umspannende Karriere, wie sie kaum ein anderer Künstler der Rock'n'Roll-Geschichte erlebt hat. Von der Zusammenarbeit von Velvet Underground mit Andy Warhol bis hin zu Reeds jüngster Kollaboration mit Metallica. Einer der einflußreichsten Musiker und Künstler unserer Tage. Und seit Jahrzehnten gibt es kaum eine Band, die sich nicht auf Lou Reed und Velvet Underground beziehen würde oder durch die Tür gegangen wäre, die Velvet Underground damals im New York der 60er Jahre geöffnet haben.
Nun kommt Lou Reed endlich wieder nach Deutschland auf Tournee, und zwar mit genau dem Karriere-umspannenden Programm, auf das die Fans seit Ewigkeiten warten: Unter das vielsagende Motto "From VU to Lulu" nämlich hat Lou Reed seine Tour gestellt, und es ist sicher, daß Lou Reed mit seiner fünfköpfigen Band ein Programm aus dem reichen Schatz seiner Songs zusammenstellen wird, eben von den Titeln mit Velvet Underground bis hin zu einigen aktuellen Stücken.
Lou Reed hat sich zuletzt hierzulande rar gemacht. Sein letztes Deutschland-Konzert war das im September 2009 von uns veranstaltete Duo-Konzert mit Laurie Anderson in der ausverkauften Frankfurter Jahrhunderthalle; seitdem haben wir mit Lou Reed und seinem Management über eine Tournee mit einem Programm aus "career songs" verhandelt - ein Traum, der nun wahr wird! Die fünf Deutschland-Daten sind ab sofort im Vorverkauf, Tickets gibt es auf unserer Homepage und bei allen Vorverkaufsstellen: Die Daten

Christy & Emily
Ihr erstes hierzulande erschienenes Album hat nicht nur die tonangebende Musikszene Brooklyns zum Ausdruck gebracht, sondern war in seiner  Mischung aus Coco Rosie und viel mehr The Velvet Underground eine echte Entdeckung. Nun erscheint Anfang 2012, erneut produziert von keinem Geringeren als Hans Joachim Irmler ("Faust"!), das neue Album von Christy & Emily, die mittlerweile auch auf Tour eine vierköpfige Band geworden sind. Jeder Song ist eine Geschichte und beeindruckt für sich. Auf Struktur wird oft verzichtet und ungewöhnlich instrumentiert - und gerade das Ungewöhnliche, aber Eingängige, gepaart mit dem zauberhaften Gesang, der zerbrechlich und unheimlich ergreifend über den Soundsphären schwebt, macht die Musik von Christy & Emily zu einem besonderen Erlebnis zeitgenössischer Musik. Die Daten

Frànçois & the Atlas Mountains
In Frankreich, wo ihr neues Album „E Volo Love“ bereits letzten Herbst erschien, starteten Frànçois & the Atlas Mountains letzten Herbst durch und sind auf dem Weg zu den Stars der Szene schlechthin: In den Jahrescharts des führenden französischen Musikmagazins “Les Inrockuptibles” landete das Album sage und schreibe auf Platz 4 der besten 100 Alben des Jahres (und damit man sich vorstellen kann, was das bedeutet: Platz 1 The Black Keys, Platz 2 Metronomy, Platz 3 Wu Lyf, und dann schon auf Platz 4 Frànçois & the Atlas Mountains, die Jonathan Wilson, PJ Harvey, Gruff Rhys, James Blake, M83, Tom Waits, Justice, Nicolas Jaar, Feist, Timber Timbre, The Rapture und all die anderen großen Alben des Jahres weit hinter sich ließen). Und unter den Live-Acts wählte das wichtigste französische Kulturmagazin Frànçois & the Atlas Mountains gar auf Platz 3! Beim Eurosonic-Festival vor kurzem waren Frànçois & the Atlas Mountains eines der erklärten Highlights des fachkundigen Publikums (dort begann letztes Jahr auch die europäische Karriere eines gewissen James Blake).
Was ist das Besondere an Frànçois & the Atlas Mountains? Hatte ihr letztes Album 2009 noch Folk, 60ies-Pop und Chansons zu einem ganz besonderen, hippiesken Sound irgendwo "zwischen Francoise Hardy, Sufjan Stevens und Beach House" (Crazewire) verbunden, so fügt die Band der eher verträumten Popmusik mit ihrem aktuellen Album Tracks hinzu, die weit ins Spektrum von Indie-Rock und Elektro reichen. Tanzbarkeit, manche Stücke an Kraftwerk oder französischem Elektro-Pop geschult, aber immer in der sehr eigenen Mischung der „Atlas Mountains“: ein faszinierender Performer und Sänger, ein unglaublicher Percussionist und zwei Multiinstrumentalisten entfachen auf der Bühne einen Sog, dem sich das Publikum nur schwer zu entziehen vermag. Die Band übt auf der Bühne eine geradezu magnetische Anziehungskraft aus - seit sieben Jahren spielen sie in ganz Europa ihre leidenschaftlichen Shows, ob in den kleinen Clubs oder auf großen Festivals. Eine Band, deren große Zukunft bereits begonnen hat.
„Die Atlas Mountains kommen als Band aus dem Hier und Jetzt rüber (...) Am deutlichsten wird der Soundsprung im Track „Piscine“, in dem sich Francois’ Stimme über Piano, Loops und Elektrobeats in luftige Pop-Sphären dreht. So, wie sie heute klingen, verbitten sie sich aber einen Eintrag für die nächste Retromania-Aufstellung. Und damit kommen auch wir retromanischen Menschen ganz gut zurecht.“ (Frank Sawatzki, Musikexpress, 4 Sterne) Die Daten

Sallie Ford & The Sound Outside
Was für ein Debüt - Rock'n'Roll at its best! Eine ganz wundervolle Sängerin und eine tolle Band. Spielfreudig, beherzt, in jedem Moment Könnerschaft beweisend. Im November erlebte Berlin das Europa-Debüt von Sallie Ford, und am Ende ihrer ersten Tournee wurde die Künstlerin als Entdeckung und Highlight auf dem renommierten französischen "Transmusicales"-Festival gefeiert.
"Sallie Ford aus Portland nutzt Rockabilly als Grundlage für eine herzblutende Rebellion: im sich verausgabenden Punkrockstil, vor Erregung und Erschöpfung aufstöhnend, schimpft sie über das Mainstream-Radio.(...) Absolut brillant und einzigartig." (Christine Heise, Radio Eins)  "Bittere Beschwerden und tapfere Bekenntnisse, kein Blatt vor den Mund. (...)Holterdipolter-Beats, Ragtime-beschwingt, Blues-bratzend, Punk-ungehörig, Bubblegum-simpel. (...) Recht berückend und will wieder und wieder gehört werden." (Wolfgang Doebeling, "Rolling Stone")
"Ihr Debütalbum weiß ganz genau, was es will: Der Hinterwäldler-Charme von Rockabilly ist für Ford Basis einer Verweigerungsgeste." (Julian Weber, "taz")  
Zusatztour, don't miss: Die Daten

Lambchop
"Mr. M" heißt das neue Album von Lambchop, das Ende Februar 2012 bei City Slang erscheinen wird (einen Song kann man kostenlos auf unserer Website anhören und downloaden: http://www.bseliger.de/artist/lambchop), es ist das elfte Album der Band, die bisher weltweit über eine Million CDs verkauft hat. Und wir sind der Meinung: Kurt Wagner - laut FAZ gibt es  "kaum einen gewiefteren Komponisten in der Popmusik als Kurt Wagner aus Nashville", laut NZZ ist "Kurt Wagner einer der besten lebenden Songwriter" – hat ein echtes Meisterwerk vorgelegt! Die Tournee zum neuen Album beginnt mit gleich zwei Konzertabenden in Berlin und führt in einige der größten und wichtigsten Konzertsäle Europas, in spezielle Konzertsäle und Theater, aber auch in einige Clubs – Beeilung ist geboten, die ersten Konzerte sind bereits ausverkauft! Die Daten

Und nun unser kleines Gewinnspiel: Betrachten Sie sich genau das von Kurt Wagner gestaltete Cover des neuen Albums (oder unser Tour-Plakat, oder unsere Tour-Flyer) – hinter dem Schriftzug „lambchop“ befindet sich ein kleines, in einem Kreis hochgestelltes „g“ im Stil des bekannten Copyright-©, oder des ®. Wir fragen Sie: Was hat das zu bedeuten? Die fünf originellsten Antworten honorieren wir mit ausgewählten Preisen, von Kurt Wagners Lieblings-Wein bis hin zu Freikarten zur Tour und besonderen CDs. Schreiben Sie uns! Die originellsten und fantasievollsten Antworten werden wir, zusammen mit Berthold Seligers Erklärungsversuch und Kurt Wagners Erklärung im nächsten Rundbrief veröffentlichen!

Speech Debelle
Ihr Debütalbum "Speech Therapy" hat europaweit Furore gemacht - der Britin war ein aufregendes und einzigartiges Album zwischen HipHop, Soul, Jazz und Pop gelungen, das in England sogar mit dem Mercury Prize für das "Album of the year" ausgezeichnet wurde, dem renommiertesten Preis, den Pop-England zu vergeben hat. Nun ist sie zurück - und wie! Wenn man ihr erstes Album als jugendliches Frühwerk, als ein Tagebuch voller Suche, voller Irrungen und Wirrungen versteht, ist „Freedom Of Speech“ die Antithese: der Blick nach außen, engagiert, kraftvoll und voller Energie.
Zur Abwechslung rettet in diesem Sommer eine junge Britin den HipHop. (...) Momente, die man so intim und offen zuletzt bei Lauryn Hill gehört hat." (Markus Schneider in der "Berliner Zeitung")  "Was sie Ihresgleichen zu sagen hat, ist grandios. (...) Für sie persönlich ist „Speech Therapy“ ein Meilenstein, für uns eine der schönsten Platten des Sommers.“ (Christine Heise)
Das neue Album erscheint wieder bei Big Dada/Ninja Tunes (Rough Trade), und erstmals nach ausgewählten Festivalauftritten wird Speech Debelle auf eine kurze Deutschland-Tour gehen - und natürlich spielt Speech Debelle mit einer Band – it’s all live! No backing tape! Die Daten

Diese Tourneen werden wir in den nächsten Rundbriefen ausführlich vorstellen oder haben wir bereits vorgestellt:
Daniel Kahn & The Painted Bird: Die Daten
Laura Gibson (mit Band): Die Daten
Bowerbirds: Die Daten
The Magnetic Fields: Die Daten
Rocket From The Tombs: Die Daten
Mudhoney & Rocket From The Tombs: Die Daten

Einzeltermine
Sean Riley & The Slowriders: Die Daten
Depedro (solo): Die Daten
Tortoise: Die Daten

News
Ein großer und vielleicht etwas überraschender Erfolg war die Walkabouts-Tournee im Januar - fast alle Konzerte außerordentlich gut besucht, mehr als die Hälfte der Shows gar ausverkauft - wer hätte das gedacht! Und die Fans waren begeistert von der Show der Band. Wir planen eine Zusatztour im Sommer, watch out! -
To whom it may concern: Berthold Seliger hat für das aktuelle Heft von "Konkret" Peter Handkes Buch "Die Geschichte des Dragoljub Milanovic" rezensiert. Auch sonst immer eine sehr lesenswerte Zeitschrift!

05.01.2012 - 17:27

Ab 3.1.2012 im Handel: Das neue Heft von "Melodie & Rhythmus", mit dem Schwerpunktthema "Geld". Den einleitenden Aufsatz hat Berthold Seliger geschrieben, Titel: "Let Me Get What I Want - Über Märkte, Konzentrationsprozesse, Besitzrechte, Geldverdienen und Popmusik." Anlesen kann man den Artikel hier, erwerben kann man das Heft mit dem kompletten Artikel an jedem guten Kiosk.

http://www.melodieundrhythmus.com/mr-1-2012/let-me-get-what-i-want/

05.01.2012 - 17:13

Youssou N’Dour, mit dem wir seit den 90er Jahren zusammenarbeiten und der in den letzten 13 Monaten hierzulande mit großartigen Auftritten bei Hallenkonzerten in Hamburg und Berlin sowie beim TFF in Rudolstadt begeisterte, will Präsident Senegals werden. Youssou N’Dour wird bei den Wahlen Ende Februar antreten. Youssou N’Dour ist nicht nur „afrikanischer Künstler des Jahrhunderts“ (BBC), Hitlieferant („7 Seconds“), UNICEF-Botschafter und laut „Time“ einer der „100 einflußreichsten Afrikaner unserer Zeit“, sondern auch seit langem politisch engagiert. Wir wünschen Youssou N’Dour bei seiner Wahlkampagne viel Erfolg! Und denken wieder einmal begeistert an die legendäre akustische Tournee Youssou N’Dour mit seiner Lehrerin Yandé Coudou Sène Mitte der 90er Jahre zurück, die wir veranstalten durften – ein Highlight der Agenturgeschichte! Man kann einen Mitschnitt auf dem Album „Gainde – Voices From The Heart of Africa“ hören, das in der Reihe „World Network“ in Zusammenarbeit von WDR und Network erschienen ist (hierzulande im Vertrieb von 2001).

21.12.2011 - 18:22

Hurra! Laura Gibsons wunderbares neues Album ist „Album des Monats“ im Januar-„Rolling Stone“! Glückwunsch, wir freuen uns! Und haben gerade die ersten Tourdaten im April bestätigt, siehe oben. –

To whom it may concern I: Im Januar-Heft von „Melodie & Rhythmus“ hat Berthold Seliger den Leitartikel des Heftschwerpunktthemas „Geld“ geschrieben. Titel: „Let Me Get What I Want -  "Über Geld spricht man nicht" - über Märkte, Konzentrationsprozesse, Besitzrechte, Geldverdienen und Popmusik". Ab 3.1.2012 an jedem guten Kiosk. –

To whom it may concern II: Wie in jedem Jahr können Sie die sogenannten „Jahrescharts“ der Mitarbeiter dieser Agentur ab dem 22.12. auf unserer Homepage unter „Playlist“ finden. –

16.12.2011 - 18:08

Ein einmaliges Gipfeltreffen zweier legendärer Bands sieht München im Mai 2012: Die Grunge-Urväter von Mudhoney treffen auf die Punk-Heroen von Rocket From The Tombs.

Die einzige Deutschland-Show von Mudhoney im Jahr 2012 sieht die Band das erste Mal in Deutschland in den letzten zehn Jahren, abgesehen von einer sensationellen, ausverkauften Berlin-Show 2009.

Und Rocket From The Tombs spielen das erste Mal überhaupt eine Europatour. Hier geht es zum Ticket.

Im Einzelnen:

Mudhoney wurden an Halloween 1987 in Seattle von Mark Arm und Steve Turner gegründet. 1989 veröffentlichten Mudhoney bei Sub Pop die EP "Superfuzz Bigmuff", das den Sound definierte, der später als "Grunge" bezeichnet wurde. Vor dem Erfolg von Nirvana waren Mudhoney das Flagschiff von Sub Pop. Ihr Sound war punklastig und wurde von Bands wie MC5 oder den Stooges beeinflußt.

Daß Mudhoney auch heute noch eine sensationelle Live-Band sind, zeigt die Konzertkritik des Berlin-Konzerts 2009 in "Visions": "Der Sound stimmte und es wurde gepoged, gedived ohne Ende. Mark Arm gab den charismatischen Shouter, die Rhythmusgruppe um Basser Guy Maddison (als einziger im Laufe der Jahre für Matt Lukin dazugekommen) und Superdrummer Dan Peters sorgte für den nötigen Druck, den Steve Turner mit Gitarren-Fuzz-Attacken perfekt füllte. Die Band spielte einen Querschnitt aus allen acht Alben, wobei die "Hits" wie Touch me I`m sick, You got it, Let it slide oder Hate the Police zum Abschluss bereits während des regulären Sets für überschäumende Stimmung sorgten. Doch das Publikum war so euphorisch, daß Mudhoney noch einmal zurück kamen und uns mit Who You drivin now und Here comes sickness endgültig den Rest gaben.Bleibt nur zu hoffen, dass Mudhoney uns diesmal nicht so lange warten lassenbis zum nächsten Deutschland-Konzert." -

Rocket From The Tombs - für die Jüngeren unter uns: Gegründet 1974. Ausgebrannt 1975. Manche halten es für eine Tatsache, daß Punkrock von den Ramones in New York erfunden wurde, die den Hardrock des Mittleren Westens mit den Garage-Singles der Sechziger zu einer Formel zusammenfassten, die den Punk definierte: kurz, schnell, eingängig und nicht aufzuhalten. Doch es gibt ein Universum, in dem die Wahrheit noch Bestand hat: Und in diesem verdrehten alternativen Universum reichen die Wurzeln des Punk bis zu ROCKET FROM THE TOMBS, der Band aus Cleveland, die weniger als acht Monate existierte und es in der Zeit niemals schaffte, ins Studio zu gehen… Eines jedoch lief absolut richtig: in den acht Monaten ihrer Existenz schrieben ROCKET FROM THE TOMBS Songs, die zu Punkhymnen wurden: “Ain't It Fun,” “Sonic Reducer,” “Final Solution,” “So Cold,” “What Love Is,” “30 Seconds Over Tokyo,” “Amphetamine.” Und sie spielten sie, als gäbe es kein Morgen mehr. Was vielleicht daran lag, dass es für sie auch kein Morgen gab…

Denn die Band zerlegte sich nach einem apokalyptischen Soundcheck, bei dem den Headlinern namens Television vor Angst das Herz in die Hose rutschte, in ihre Einzelteile. Ein Teil sollte sich schließlich zu den Avant-Garagenrockern PERE UBU mausern, während ein anderer Teil zu den Punkhelden THE DEAD BOYS mutierte (deren tollen Track "Sonic Reducer" manche vielleicht kürzlich im Soundtrack zu "Carlos" auf Arte registriert haben).

Die ROCKET FROM THE TOMBS, die sich jetzt erneut zusammengetan haben, sind: Der Kern der Band - David Thomas aka Behemoth, Cheetah Chrome alias Gene O'Connor und Craig Bell - aus den alten Tagen. Neu dabei  für den verstorbenen Peter Laughner (er starb 1977 im Alter von nur 25 Jahren an akuter Pankreatitis durch übermäßigen Alkoholmissbrauch): Richard Lloyd von TELEVISION und PERE UBU-Drummer Steve Mehlman. Ein All Star-Lineup for sure!

Das Motto von Sänger David Thomas gilt sicher für beide Bands, die an diesem sehr besonderem Abend in München spielen werden: „Wir haben diese Einstellung im Blut und werden sie nicht los. Zumindest sind wir nicht mehr jung, laut und rotzig. Jetzt sind wir alt, laut und rotzig.“

07.12.2011 - 15:11

Oops, they did it again: Im aktuellen, vierten Teil der „Twilight“- Saga mit dem Titel „Breaking Dawn“ sind erneut Iron and Wine zu hören: 

War ihr „Flightless Bird, American Mouth“ bereits auf dem Soundtrack des ersten Teils von „Twilight“ zu hören, haben sie diesen Song für den vierten Teil neu eingespielt – er unterlegt, ähem, die Hochzeitsszene und heißt entsprechend „Flightless Bird, American Mouth (Wedding Version)“. Den Clip dazu kann man hier sehen:

 

Weitere Infos zu Iron & Wine findet ihr HIER.

30.11.2011 - 01:00

Unser Jahr endet mit viel Rock’n’Roll – und wir sind noch ganz verzaubert vom Europa-Live-Debut der wunderbaren Sallie Ford, die mit ihren zornigen Songs und tapferen Bekenntnissen kein Blatt vor den Mund genommen und das Publikum im Berliner „Monarch“ verzaubert hat. Zugabe im Februar 2012! Doch für die Vorweihnachtszeit haben wir ein besonderes Schmankerl vorbereitet – der „King“ wird endlich wieder die hiesigen Bühnen entern:

El Vez, The Memphis Mariachis & The Lovely Elvettes: Feliz Navidad

„The Return of the Mexican Santa“, oder auch: „Santanarchy!“

El Vez, der "mexikanische Elvis" und der wohl berühmteste Elvis-"Impersonator", nach einem Jahrzehnt endlich wieder auf Europatournee mit einer neuen Version seines legendären Weihnachts-Programms: El Vez wird all seine "Merry Mexmas"-Hits spielen (u.a. "Feliz Navidad", "Brown Christmas", "Santa Claus is Sometimes Brown", "Poncho Claus" und "Christmas Time is Here") und eine Zusammenstellung brandaktueller neuer Christmas-Hits ("Viva Christmas!", „Little Drummer Boy“) - alle "Christmas Classics" in einer großen, wilden, durchgeknallten, vergnüglichen Party, mit Kostümwechseln, echten Engeln, dem unverwechselbaren Elvis-Feeling - Glitzer und Glamour, Rock'n'Roll, Weihnachtsstimmung und Ironie.

Zur Erinnerung: El Vez, der mit The Zeros schon Punk-Geschichte schrieb, hat in der zweiten Hälfte der 90er Jahre etliche sehr erfolgreiche Europatourneen absolviert. Er hat auf der Hauptbühne (!) des Roskilde-Festivals vor 30.000 frenetischen Fans gespielt (und wurde hinterher von David Bowie beglückwünscht) und auf etlichen anderen europäischen Festivals und hat in zahllosen Clubs das Publikum auf ebenso vergnügliche wie anspruchsvolle Art und Weise unterhalten. Seine Fans sind zahllos - von Jarvis Cocker (Pulp) über Lenny Kaye (Patti Smith Band) über R.L. Burnside und Eddie Vedder bis hin zu Iggy Pop. Unvergessen ist der Auftritt von El Vez mit seiner "Rock'n'Revolution"-Show bei Harald Schmidt, als die Band in Revolutionsuniformen das Saalpublikum in Haft nahm für einen Song - eine Sternstunde deutscher TV-Unterhaltung... In den letzten Jahren war El Vez hauptsächlich in den USA tätig, u.a. mit großen, z.T. mehrmonatigen Engagements in Las Vegas oder beim US-Fernsehen; seine Hits wurden von Hollywood (Titelsong des Blockbusters "The Hangover") ebenso verwendet, wie El Vez an politischen Dokumentationen über die Lage der Hispano-Amerikaner beteiligt war  - wegen der terminlichen Verpflichtungen waren Europatourneen nicht möglich. Nun hat El Vez endlich wieder einige Wochen in seinem Kalender gefunden, die er in Europa verbringen wird, um seine geniale Christmas-Show "Feliz Navidad - The Return of The Mexican Santa" zu präsentieren.

"Nach beinah zwei Stunden Elvis-Imitation in der Muffathalle ist klar: Der mexikanische King ist gnadenlos gut. Alles, was die Geschichte des Rock'n'Roll an Kitsch und Glamour aufzubieten hat, wird auf die Bühne gebracht. El Vez ist ein Meister des Zitats, seine Begleitband, die Memphis Mariachis, sind fabelhafte Musiker, die von TexMex-Folklore bis zum ausschweifenden Carlos-Santana-Solo alles beherrschen." (Süddeutsche Zeitung)

Wer Weihnachten liebt, der muß in diese Show. Wer Weihnachten hasst, ist bei El Vez ebenfalls gut aufgehoben. "Eine Show so feurig wie Tequila und scharf wie Salsa Verde", urteilte die "Hamburger Rundschau", und die altehrwürdige "Times" nannte El Vez schlicht den "King of the Mexican wave". "Caramba - sowas nennt man königliches Entertainment!" (Prinz)

Die "Mexmas"-Show ohne Rentiere, aber mit sehr viel Stil: "I got no sleigh with reindeers, no sack on my back, you will see me coming in my big brown Cadillac." El Vez mit großer Band und seiner bunten „Feliz Navidad“-Show – Dabeisein ist Pflicht!

Daniel Kahn & The Painted Bird

Was für ein Jahr für Daniel Kahn und seine Band „The Painted Bird“ – neues, gefeiertes Album, Clubtourneen, zahlreiche Festivalauftritte in ganz Europa, und am Ende erhielt Daniel Kahn für sein Album gar den „Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik“, wie der „Deutsche Schallplattenpreis“ offiziell heißt (Frankfurter! seid dabei, wenn der Preis live im Rahmen des Konzertes am 8.12. verliehen wird!). So viel Ruhm, so viel Ehre. Aber Daniel Kahn und seine famose Band haben es verdient. Mit ihrem „Verfremdungsklezmer“, dieser „explosiven Mischung aus Klezmer, radikalen jiddischen Songs, politischem Kabarett und Punk Folk“, bearbeiten die Musiker ein ganz eigenes Terrain – und nebenher schüttelt der Detroiter Songwriter Daniel Kahn auch noch einige der besten Songs aus dem Ärmel, die man hierzulande im Radio hören könnte, wenn Radio noch Radio wäre, wie etwa den Berlin-Song „Görlitzer Park“.

Gleichzeitig ist Kahn ein Interpret von Arbeiterliedern und von Brecht/Eisler-Songs, wie ihn Deutschland seit den Tagen von Ernst Busch nicht mehr gesehen hat. Ein „Barrikaden-Sänger“ im besten Sinne des Wortes. Wenn Daniel Kahn mit seiner Band Lieder wie „In Kamf“, Mordechai Gebirtigs „Arbetslozer Marsh“ (Video auf unserer neuen Website! http://www.bseliger.de/artist/daniel-kahn-painted-bird) oder Brechts „Denn wovon lebt der Mensch“ singt, dann hören wir nicht brave museale Musikkultur, sondern dann wird wieder klar, daß diese Musik einmal für die Straße, für die Veränderung der Welt und nicht nur fürs Theater geschrieben wurde. Und daß Daniel Kahn und seine Musiker keineswegs gewillt sind, die „Lost Causes“ (so der Titel ihres aktuellen Albums) von vornherein verloren zu geben.

Auf Zusatztour wegen des großen Erfolges: Die Daten

Lambchop

Lambchop's Mastermind Kurt Wagner - laut FAZ gibt es "kaum einen gewiefteren Komponisten in der Popmusik als Kurt Wagner aus Nashville", laut NZZ ist "Kurt Wagner einer der besten lebenden Songwriter" - hatte nach dem Tod eines engen Freundes und musikalischen Kollaborateurs eine Auszeit genommen und sich auf seinen eigentlichen Beruf, den des Malers, konzentriert; es entstand eine Serie kleiner Porträts unter dem Titel "Beautillion Millitaire 2000" - eines dieser Bilder wird auch den Titel des neuen Lambchop-Albums "Mr. M" (und das Tourposter) zieren. 

Bei der Arbeit an dieser Porträtserie stieß Kurt Wagner auf den Zusammenhang seiner Malerei mit der neuen Musik, die er im Kopf hatte - und sein langjähriger Produzent Mark Nevers schlug ein neues Soundkonzept vor, auf dessen Live-Realisierung man sehr gespannt sein darf: Eine Art "psycho-Sinatra-Sound", wie Wagner es nennt, mit offenen und dennoch komplexen Streicher- und anderen Sounds, die der Musik eine irrlichternde Präsenz verleihen. Und der Frank Sinatra-Verweis ist ja in Lambchops Welt kein gänzlich neuer:

"My Blue Wave wirkt nicht nur musikalisch wie eine brillante Fortsetzung von Frank Sinatras My Way“ (Christine Heise, TIP Berlin), oder: „...die Platte hätte eigentlich auch In The Wee Small Hours heißen können, aber dann wäre sie von Frank Sinatra. Auch so ein Frauenschwarm.“ (Michael Hess, Szene HH)

"Mr. M" heißt das neue Album von Lambchop, das im Februar 2012 bei City Slang erscheinen wird (einen Song kann man kostenlos auf unserer WEbsite anhören und downloaden: http://www.bseliger.de/artist/lambchop), es ist das elfte Album der Band, die bisher weltweit über eine Million CDs verkauft hat. Die Tournee zum neuen Album beginnt mit gleich zwei Konzertabenden in Berlin und führt in einige der größten und etabliertesten Konzertsäle Europas (Barbican London, Wiener Konzerthaus, DR Konzerthaus Kopenhagen), in spezielle Konzertsäle und Theater, aber auch in einige Clubs. Kurt Wagner und Lambchop lieben die Mischung verschiedener Konzertstile, und ihre Fans lieben Lambchop für ihre Vielseitigkeit auf allerhöchstem Qualitätsniveau. Die Daten

News

Am 14.November 2011 ist Franz Josef Degenhardt, kurz vor seinem 80. Geburtstag, gestorben. Seine Freunde und Familie haben sich entschlossen, das am 19.12.2011 im Berliner Ensemble geplante (und längst ausverkaufte) Konzert zu Ehren seines Geburtstages dennoch stattfinden zu lassen – ein „Farewell Karratsch – Freunde feiern sein Werk“. Künstler, denen die Lieder Degenhardts viel bedeuten, interpretieren je einen Song des großen Liedermachers sowie ein eigenes Stück. Neben Kai Degenhardt, Wiglaf Droste, Barbara Thalheim, Hannes Wader oder Konstantin Wecker wird auch Daniel Kahn auftreten. –

Schauen Sie doch mal auf unsere neue Website, wenn Sie gerade nichts anderes vorhaben. Dort wird ab sofort auch geblogged, was das Zeug hält - viele Texte, die Sie sonst monatlich im Newsletter in der "und ansonsten"-Rubrik finden, können Sie dort bereits zeitnah im Blog lesen.

05.11.2011 - 17:43

Wem das Warten auf das neue, so vielleicht wie hoffentlich in 2012 erscheinende Calexico-Album zu lang wird (und wem würde das nicht zu lang werden...), für den halten Calexico und ihre rührige Plattenfirma City Slang eine tolle Überraschung bereit, die fast schon Weihnachtsgeschenkcharakter hat: Unter dem Titel „Road Atlas 1998-2011“ erscheint eine fette Box mit 12 LPs aller „Tour only“-CDs, die Calexico in den letzten 13 Jahren nur auf Tour verkauft haben. Und wenn die inflationär gebrauchten Worte „streng limitiert“ mal Berechtigung hatten, dann hier: Nur 1.100 von Hand numerierte Exemplare dieser Box wird es weltweit geben, nur 500 in Europa. Die Box ist in blaues Leinen und in Seide gewickelt und silbern beschriftet. 4 LPs, 4 Doppel-LPs. Ein 40seitiges Buch. Mp3 Download-Coupons für alle Alben und zusätzlich für bisher unveröffentlichte Bonustracks. Kann ab sofort direkt bei City Slang bestellt werden. Außerdem haben Calexico eine CD mit ihren 16 „favourite Tracks“ all dieser seltenen Alben zusammengestellt, die ebenfalls am 18.11. unter dem Titel „Selections from Road Atlas“ erscheinen wird. Wenn das mal nichts ist... –

Der Verwertungslogik der Kulturindustrie dagegen entzieht sich einer der größten Singer/Songwriter unserer Zeit, Bonnie „Prince“ Billy, immer mehr. Sein neues, im Oktober erschienenes Album „wolfroy goes to town“ (bei Domino) durfte vor Erscheinen nicht beworben werden, es gab keine Vorabexemplare für die Presse, es gibt keine Promo-CDs. Wenn das Album auf dem Markt ist, können es die Fans kaufen, kann es die Presse besprechen. Interviews gibt es keine, was zählt: die Musik. Das künstlerische Statement. Will Oldham will nicht mit Sponsoren, ja nicht einmal mit Medien-Präsentatoren in Verbindung gebracht werden. Man mag aus Vermarktungsgründen das eine oder andere dazu anzumerken haben, aber letztlich nötigt uns diese Haltung großen Aspekt ab. (und wer sich jetzt fragt, wann Bonnie „Prince“ Billy wieder hierzulande auf Tournee zu erleben sein wird – wir wissen es nicht; der Künstler entzieht sich auch der Logik von Album - Tour zum Album - neues Album - Tour zum neuen Album usw. Irgendwann werden wir einen Anruf bekommen, werden ein paar Konzerte buchen – und zwar in genau den Läden, in denen der Künstler gerne spielen möchte, und er wird dazu sehr genaue und sehr eigene Vorstellungen haben... –, und wir werden alle sehr, sehr glücklich sein). –

Tim Kasher ist im Dezember auf Europatour mit „Mariachi El Bronx“, die Daten in D-A-CH finden Sie hier. –

Die Walkabouts begleiten die Veröffentlichung ihres gerade erschienenen neuen Albums „Travels in the Dustland“ mit exklusiven Gratis-Tracks und Videos: auf www.thewalkabouts.com. Und auf Tour im Januar 2012! Wir freuen uns gewaltig. –

To whom it may concern: Im gerade erschienenen November-Heft von „Konkret“ hat sich Berthold Seliger ausführlich zur Kulturindustrie und zum Urheberrecht geäußert; der Artikel trägt den Titel Die Leistungsschutzgelderpresser. Auch sonst ist „Konkret“ immer eine äußerst lesenswerte Zeitschrift. –

06.10.2011 - 18:44

Unser neues Signing Frànçois & the Atlas Mountains ist am 5.10. in Köln und am 7.10. in Berlin als Support von Anna Calvi zu sehen. Das neue Album erscheint im Januar 2012 bei Domino, erste Tour im Februar 2012. -

To whom it may concern I: Clash of Ignorance ist der Artikel von Berthold Seliger im aktuellen Heft „Literatur Konkret“, das dem Oktober-Heft von „Konkret“ beiliegt, überschrieben. „Welche politische Funktion das Bild hat, das sich der Westen von Asien macht, erklärt der chinesische Philosoph Wang Hui“, ist der Untertitel. Auch sonst ist „Konkret“ immer eine lesenswerte Zeitschrift. –

To whom it may concern II: Berthold Seliger ist als Beirat der Musikwoche zurückgetreten. Der Beirat der Musikwoche trat seit Jahren nicht mehr zusammen, besteht also nur noch auf dem Papier.

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