Papiers d'Armenies by JC Torres
Besetzung: 
Dan Gharibian (Gitarre, Gesang)
Macha Gharibian (Klavier, Gesang)
Gérard Carcian (Kamantsche, Gesang)
Aret Derderyan (Akkordeon, Gesang)
Artyom Minasyan (Duduk, Klarinette, Shevi, Zurna)
Tourdaten: 
23.02.2020
A-Wien, Porgy & Bess (Akkordeon-Festival)
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Papiers d’Armenies

Papiers d’Armenies ist der Name einer französischen Gruppe mit armenischen Wurzeln, die – inspiriert von den traditionellen Melodien Armeniens, Georgiens, Griechenlands und Anatoliens – einlädt zu einer musikalischen Reise entlang der Wege in Okzident und Orient, die schon so viele Künstler und Dichter inspiriert haben.

Von den Vorstädten Istanbuls bis Eriwan, mit Stationen in Tiflis, Paris oder Los Angeles, also mit allerlei Umwegen: Papiers d’Armenies erzählen von einem, nein: von „ihrem“ Armenien, das ein vielfältiges Land ist und aufgrund der Emigration vieler Armenier ebenso in den Vorstädten , den „Banlieues“, von Paris, New York oder eben Istanbul beheimatet ist. Originalkompositionen und traditionelle Lieder fügen sich kunstvoll zu einer ganz neuen „imaginären Folklore“ zusammen, ähnlich wie sie die Musik der legendären französischen Band Bratsch so wunderbar präsentierte.
Bratsch? Da war doch was? Genau, einer der beiden Gründer von Bratsch ist Dan Gharibian, und eben dieser geniale Musiker ist auch Mastermind hinter der Gruppe Papiers d’Armenies. Der faszinierende Sänger und Gitarrist geht in dieser Gruppe seinen armenischen Wurzeln, aber ebenso seiner Leidenschaft für musikalische Reisen und Sounds fremder und neuer Welten nach.
Seine Tochter Macha Gharibian, gefeierte Jazz-Pianistin, war zunächst „nur“ Sängerin der Gruppe, drückt ihr aber zunehmend mit ihren Improvisationen am Klavier ihren Stempel auf.
Gérard Carcian, ein Virtuose auf der Kamantsche, der traditionellen Kniegeige, ist u.a. Arrangeur und Mitglied des hochkarätigen Ensemble de Danse d'Arménie.
Artyom Minasyan entlockt nicht nur der Duduk, dem traditionellen Blasinstrument Armeniens, das vom Balkan bis nach Ostasien verbreitet ist, atemberaubende tiefe Klänge, sondern spielt auch etliche andere Blasinstrumente. Und der in Istanbul geborene Aret Derderyan, ein ausgefuchster Akkordeonist, komplettiert das großartige Ensemble.

„Die fünf Musiker zaubern: tiefste Melancholie und sprudelnde Lebensfreude. Von wüstenwinddurchzogenen orientalischen Melodien. (...) Muß man zu Dan Gharibian noch etwas sagen, der mit Gitarre und Bouzouki durch Mythen, Häfen, Zirkuszelte tanzen kann? Unglaublich gehen Papiers d’Armenies um mit Zäsuren, Pausen, Ausbrüchen: ein Feuerwerk aus Klang!“ (Südwest-Presse)