07.03.2026

Popmusikgipfel mit Windbeutel

Doch was macht die Politik gegen all diese Konzentrationsprozesse?
Herzlich wenig.
Und das wenige besteht dann auch meistens aus wohlfeilen Lippenbekenntnissen.
 
Da ruft beispielsweise Kulturstaatsminister Wolfram Weimer einen „Popmusikgipfel“ im Bundeskanzleramt aus und lädt dazu, das ist sozusagen wirklich der Gipfel, die Popstars Herbert Grönemeyer, Peter Maffay und die unvermeidliche Balbina ein. Keine Rapper:innen, keine Indie-Musiker:innen, keine aktuellen Popstars.
 
Entsprechend dünn fiel das „Ergebnis“ dieses Popmusikgipfels aus: Weimer, laut der altwehrwürdigen „FAZ“ ein „Windbeutel“, der „die Sachen eben oft nur vom Hörensagen kennt“, sieht sich als „Mediator“, der Majorlabels und Streamingkonzerne an einen runden Tisch bringen will, um über die Vergütungen zu diskutieren. Was als eine weitere Windbeutelei enden dürfte, ein laues Lüftchen eben. Hat man beispielsweise von Weimers großspurig angekündigter Plattformabgabe, mit der er Google und Co. zur Kasse bitten wollte, jemals wieder gehört? Viel Lärm um nichts. Große Worte, und nichts passiert.
 
Wer hätte gedacht, dass man sich mal die Kulturstaatsministerinnen Roth und Grütters zurück wünscht…