06.04.2026

DJ Hell erzählt von einem Major-Signing

Apropos Tonträgerkonzerne:
In der „Frankfurter Rundschau“ hat Helmut Geier alias DJ Hell im Dezember von seinen Erlebnissen als Förderer der Band Fischerspooner berichtet, und wie das Major-Signing deren Karriere behindert hat:
 
„Es war ein massiver Impact, eine Sensation. Dann kam schnell das Major-Label Ministry of Sound, die haben das Album noch mal released, das ich schon rausgebracht hatte – und wollten daraus einen Top-Ten-Act machen, was nicht funktioniert hat. Die haben viel Geld hingelegt, Fischerspooner eingeflogen – damals noch mit der Concorde von New York über Paris nach London, nur zur Unterzeichnung des Vertrags, abends zurück. So hat man das damals gemacht. Das war wahrscheinlich das überzeugendste Argument: „Kommt doch am Nachmittag vorbei zum Signing, abends seid ihr wieder zum Abendessen in New York.“ Ich wusste aber: Wenn die beim Major unterschreiben, ist das der Anfang vom Ende – und genauso ist es gekommen. Das habe ich ihnen auch gesagt: Die werden euch nicht so pushen und promoten und frei laufen lassen wie ich.“