23.06.2017

Die Grünen lassen am Sonntag nicht mehr online einkaufen

Die Grünen wollen künftig den Online-Einkauf am Sonntag regulieren. Sie wollen Menschen, die am heiligen Sonntag arbeiten, zwar nicht gleich mit der Todesstrafe belegen, wie es das Alte Testament verlangt („Wer eine Arbeit tut am Sabattag, der soll des Todes sterben“, Zweites Buch Mose, 31.15), aber sie wollen „zur Verteidigung des Sonntags“ die Möglichkeiten zum Online-Einkauf am Sonntag einschränken – jedenfalls, wenn es nach den niedersächsischen Grünen geht. Online einkaufen sollen die Menschen dürfen, denn natürlich sind die Grünen eine konsumfreundliche Partei. Aber bearbeiten dürfen die Arbeiter*innen im Online-Handel diese Bestellungen erst am Montag, dem nächsten Werktag also.
Ob das alles aber auch für die Roboter gilt? Dürfen die weiter sonntags durch die Amazon-Lager rasen, die bestellten Waren auch heiligentags sammeln, verpacken und versenden? Rätsel über Rätsel.
Aber vielleicht machen die Wähler*innen den Grünen bei der Bundestagswahl einen Strich durch die Rechnung und sagen sich, daß sie sonntags lieber nicht wählen gehen, weil der Sonntag ja verteidigt werden sollte? Oder jedenfalls, daß sie sonntags lieber nicht die Grünen wählen wollen, sondern erst am nächsten Werktag. Ach, da sind die Wahllokale dann zu? Tschah, Pech gehabt...