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Berthold Seeliger - Blog abonnieren
20.02.2012

Griechenland

Was ja das wirklich ekelhafte an der Griechenland-Diskussion
ist, das ist diese hochnäsige und verlogene Griechen-Feindlichkeit, verbunden
mit der Unwahrheit, mit der unsere Politiker und ihre Bankiers (oder sollte man
das nicht besser andersherum sagen?) argumentieren. Ja, Griechenland ist
pleite, das wird wohl so sein. Aber die Gelder, die Europas Regierungen da zur
Verfügung stellen, dienen eben nicht den Griechen, sondern ihren Gläubigern.
Die „neoliberale Taliban“ (Cohn-Bendit) aus EU, IWF und EZB erpreßt die
griechische Regierung zu immer...

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20.02.2012

Max Prosa

Leserinnen und Leser, die diese kleinen Anmerkungen zur Zeit
seit längerem verfolgen, werden wissen, daß der „Diss“  schlechterer Musik dem Autor dieser
Zeilen zumindest an dieser Stelle eher fernliegt, wie ihn Personen in diesen
Anmerkungen ohnehin nur interessieren, wenn sie symptomatisch erscheinen. Wulff
ist einigermaßen wurscht – wofür er steht, konnte ein klein wenig interessant
sein. Lana del Rey ist total wurscht und wird sich mit Wulff einen Wettlauf
liefern, wer eher vergessen sein wird – die Art, wie ihr One Hit-Wonder gemacht
wurde, war...

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20.02.2012

Knepler & Reichow

Unsere Stimme für Baku? Und die ganzen Lana del Reys und Max
Prosas unserer Tage?

Manchmal, Jan Reichow hat dieser Tage in seinem immer
lesens- und nachdenkenswertem Blog darauf hingewiesen, hilft Nachhilfe aus
marxistischer Sicht und erklärt, was da stattfindet:

„Was waren die Versuche einzelner
Musiker, was waren die Bemühungen von Vereinigungen, Verbindungen und
Gesellschaften aller Art, die Schlammflut von seichter und schlechter Musik
aufzuhalten, das musikalische Niveau der Massen zu heben, der Korruption und
Heuchelei im...

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18.02.2012

Prince Purple Rain

Ein unglaubliches Musikvideo steht am Tag, da ich dies hier
schreibe, auf YouTube (und wird dort wahrscheinlich bald verschwinden...):

Unfaßbar, wie gut diese Band, die kurz darauf „The
Revolution“ hieß, spielen konnte!

„You don't believe someone, that a band can be this
good.“ (Bob Lefsetz)

Es war eben nicht alles schlecht in und an den 80er Jahren.
Und in Zeiten, da Lana del Rey oder Max Prosa als tolle Popmusik gefeatured
werden, lohnt es sich, derartige Aufnahmen zu studieren. Wie sie entstehen. Wie
der Mann, der sich damals...

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14.02.2012

Lambchop Video

Der Musikjournalist würde schreiben: Schon jetzt eines der besten Musikvideos des Jahres! Aber in der Tat: Ein schöner und überraschender kleiner Film:

10.02.2012

Paul McCartney boykottiert Spotify

Das war nur den Branchendiensten der Musikindustrie eine
Topmeldung wert: Paul McCartney also boykottiert die Streamingdienste, sein
neues Album wird nicht über Spotify & Co, sondern nur über Apples iTunes
gestreamed werden. Und McCartney und seine Plattenfirma ließen auch die alten
Alben des Ex-Beatles von Streamingangeboten wie Spotify, Rhapsody oder Simfy
entfernen.

Aber – does anybody care?

Das ist eben das Schicksal der Altrocker – ihre aktuelle
Musik interessiert niemanden mehr. Wenn Paul McCartney in Berlin ein Konzert
...

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08.02.2012

Nordkorea a-ha

Zu den Ländern, "für die die Wahrnehmung der Rechte am GEMA-Repertoire insgesamt nicht durch Mandats- oder Gegenseitigkeitsverträge geregelt ist" (wie es im GEMA-deutsch heißt), gehört unter anderem Nordkorea. Deswegen können wir hier dieses YouTube-Video zeigen, in dem fünf junge nordkoreanische Akkordeonisten den Hit "Take On Me" der norwegischen Popgruppe a-ha spielen: Der norwegische Künstler Morten Traavik hat den Film in Nordkorea gedreht, und diese Woche spielt die nordkoreanische Gruppe im norwegischen Kirkenes beim internationalen Kunst- und Kulturfestival "Barents Spektakel".

07.02.2012

OK Go Hunde-Video, GEMA und Tape.TV

Klar, das neue Video von OK Go, „Needing/Getting“, ist toll
gemacht – aber an den Charme von „White Knuckles“ mit den großartigen Hunden
kommt es nicht heran.

Jetzt würde ich Ihnen gerne das Video hier im Blog in der
YouTube-Version einbinden, aber wenn man in unserem komischen Land bei YouTube „White
Knuckles“ von OK Go abspielen möchte, bleibt der Bildschirm schwarz, und man
bekommt zu lesen:

„Dieses Video ist in
Deutschland leider nicht verfügbar, da es möglicherweise Musik enthält, für die
die erforderlichen Musikrechte von der...

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05.02.2012

Türkisch-schwäbische Möchtegern-Cleverle

Was einen an diesen ganze Wulffs und Özdemirs und wie die
Vertreter des sagen wir „Hannover-Prinzips“ in der Politik (also: Männerbünde
zwischen Politik und Wirtschaft, und eine Hand wäscht die andere, und „willst
du mal eben meine Villa/meinen Privatjet/meine Fußball-Eintrittskarte nutzen?“
etc. pp.) ja fast am meisten nervt, ist diese gespielte Naivität, dieses
Unschuldsgetue, dieses Waschlappenhafte unseres sogenannten Führungspersonals.

Nehmen wir den Grünen-Parteichef Özedemir. Der läßt sich vom
Partyveranstalter Manfred Schmidt eine billige...

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30.01.2012

qu2

Wer mal wieder zuschauen will, wie ein internationaler Popstar „gemacht“ wird, der beobachte den großen Zirkus um die 25jährige, ganz nett aussehende Lana del Rey, deren neues Album erst Ende Januar erscheinen wird, von der aber längst alle Magazine und Feuilletons voll sind, von der Titelstory in „Spex“ bis zum Aufmacher des Feuilletons der „Berliner Zeitung“. „2008 nimmt sie als Lizzy Grant ein Album auf, es liegt zwei Jahre unveröffentlicht herum. Dann der Bruch. Lizzy wird zu Lana del Rey, weil der Name morbiden, geheimnisvollen Hollywood-Glamour verheißt. Sie läßt sich einen...

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30.01.2012

Und Ansonsten 30.01.2012

Der deutschen Pop-Quatschköpfe größten einer ist Thees Uhlmann, der gerade im Berliner „Tip“-Magazin unter der Kapitelüberschrift „Knalltüten und Pfeifen“ zu den „100 peinlichsten Berlinern“ gezählt wurde. Stichprobe aus Uhlmanns neuem Werk gefällig? Da ließ er sich diese Zeilen einfallen: „Dein Herz ist wie eine Berliner Synagoge / Es wird Tag und Nacht bewacht.“Es brabbelt und textelt eben so vor sich hin, das deutsche Unterbewußtsein, und wenn man schon keine brauchbare Liebeslyrik herzustellen vermag, dann soll es doch wenigstens irgendein deutsches Thema sein...* * *„...und jedes...

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30.01.2012

P.S. Blaue Frau

Damit wir uns nicht mißverstehen: ich will nicht über die Maßen old school und als ewiger Spielverderber erscheinen. Und mir ist dieser nette kleine Flyer eher wurscht. Aber wenn die „taz“ schreibt: „Aus dem übergroßen Angebot (zu Silvesterparties, BS) sei hier die Spacy Stardust Show ausgewählt, vor allem, weil ihr Flyer so schön blau ist und ein sexy Cowgirl zeigt; in ironischer Postgenderpose selbstverständlich und nicht als Sexobjekt, schließlich befinden wir uns in der aufgeklärten Metropole“, dann würd ich das doch gerne näher erklärt bekommen. Ich meine, der erste Satz ist ja völlig...

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04.01.2012

Quatsch

Man muß sich das mal auf der Zunge zergehen lassen. Der
Bundespräsident hält laut „FAZ“ in, ausgerechnet, Kuweit einen Vortrag zur,
ausgerechnet, Pressefreiheit und erklärt den Scheichs, Presse- und
Meinungsfreiheit seien „immer ein Stachel
im Fleisch der Herrschenden und Mächtigen“, am Ende aber seien sie „die beste Grundlage für erfolgreiche
gesellschaftliche Entwicklung“. Dann ruft er nacheinander den Chefredakteur
der Blödzeitung, den Vorstandschef des Springer-Konzerns und sogar die
Verlegerin und Witwe des Konzerngründers, Friede Springer, an...

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21.12.2011

Und Ansonsten 01/2012

Und ansonsten…

Es ist ja auch nicht alles gold, was im kulturellen
Frankreich glänzt. Die meisten Bands, die dieses Jahr fürs renommierte
Transmusicales-Festival in Rennes ausgewählt wurden, waren enttäuschend oder
medioker – umso mehr stachen Acts wie Shabazz Palaces oder Sallie Ford &
The Sound Outside heraus. Was man aber im Programm der Transmusicales unter
anderem lernen konnte, ist etwas, das man hierzulande vergebens suchen wird:
Daß ausführlich über Musik gesprochen wird. Zum Festival gehörte eine Reihe von
Vorträgen, die...

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30.11.2011

Und Ansonstern 30.11.2011

Tut mir wirklich leid, liebes geschätztes Feuilleton der
„Berliner Zeitung“, aber: das interessantere, aufschlußreichere,
„investigativere“ Bushido-Interview hat, man höre und staune: die „Bunte“
gemacht.

Wir erinnern uns: letzten Monat unterhielt sich die
„Berliner Zeitung“ auf etwa einer halben Seite mit Bushido über ein Album, das
die Journalisten noch nicht gehört hatten, weil es keine
Vorab-Besprechungsexemplare gegeben hatte. Im November nun, am Tag, als dem
frauenfeindlichen und homophoben Rapper („Ihr Tunten werdet vergast“) ein...

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